Gut zu wissen: Arbeiten im Ausland

Arbeiten im Ausland – das hört sich super spannend an. Neue Menschen kennen lernen, eine andere Kultur erleben, Erfahrungen sammeln und  spannende Arbeitsweisen entdecken. Doch läuft das auch immer so positiv ab? Oder gibt es auch eine andere Seite? Und: Was kann es überhaupt bringen? Wir haben uns für euch ein wenig schlau gemacht …

Gleich vorweg: Egal ob ihr auf einer Farm in Australien mitarbeiten möchtet, im Bereich Tourismus in Italien Erfahrungen sammeln wollt, oder es euch als Techniker in die Ferne zieht – ganz einfach ist es nicht, aber auch nicht unmöglich. Gute Chancen an einem Job im Ausland ranzukommen hat man im Bezirk, wenn man schon in einem Unternehmen arbeitet, das internationale Stützpunkte oder Produktionsstätten hat – Palfinger ist da ein gutes Beispiel. Um für so eine Arbeit ausgewählt zu werden, muss man allerdings neben den fachlichen Kenntnissen auch Fremdsprachenwissen vorweisen und dabei ist Englisch die Grundvoraussetzung. Hat man noch keine Arbeit und ist auf der Suche, ist die EURES-Stelle des Arbeitsmarktservice ein ganz heißer Tipp!  Die Arbeitssuche in den Ländern des EU-/EWR-Raums ist durch die Auflösung von Regelungen und Bestimmung großteils erleichtert worden. Eine pauschale Aussage – gerade bei den neuen Ländern der EU – kann jedoch immer noch nicht getroffen werden und für jedes Land ist es ratsam, sich vorher gut zu erkundigen. Von EURES ausgehend gab es auch ein Mobilitätsprogramm  „Dein erster EURES-Arbeitsplatz“. Es lief zwischen 2012 und dem ersten Halbjahr 2015 als Pilotprojekt. Ziel war es, jungen EU-Bürgerinnen und -Bürgern zwischen 18 und 30 Jahren bei der Suche nach einem Arbeits-, Praktikums- oder Ausbildungsplatz in einem anderen EU-Land zu helfen. Bis Ende 2016 läuft noch eine ex-post-Evaluierung, um zu sehen, wie gut dieses Programm funktioniert hat.  Geht es um einem Job außerhalb des EU-/EWR-Raums, dann muss man unbedingt genügend Vorbereitungszeit einplanen. Gute Ansprechpartner sind hier die jeweiligen Botschaften.

Klarer Vorteil: Erfahrungen sammeln

Arbeiten im Ausland Erfahrungen EURESEgal wie lange man im arbeitend im Ausland verbringt – ganz klare Vorteile sind die neuen Erfahrungen in einem anderen kulturellen Umfeld, die Erweiterung des eigenen Horizontes und die persönliche Weiterentwicklung. Natürlich lernt man auch in Sachen fachliche Kompetenzen dazu. Und das sieht natürlich dann im Lebenslauf auch ganz toll aus. Eine gute Aufstellung wo die „Auslandsösterreicher“ am liebsten leben und arbeiten, hat die Statistik Austria letztes Jahr veröffentlicht – im Standardartikel findet man die Ergebnisse schön zusammenfasst. Bei Palfinger sind es laut einem Artikel auf meinbezirk.at meistens Leute zwischen 18 und 35 Jahren, die im Ausland tätig sind. „Typischerweise ist die Tätigkeit im Ausland eine, die man in jungen Jahren startet – solange man ungebunden ist – einfach um Erfahrung zu sammeln und um die weite Welt zu sehen.“

Was sonst noch kommen kann …

Arbeiten im Ausland Erfahrungen EURESNeben den administratorischen Vorbereitungen und Auswahlverfahren, solltet ihr euch auch darüber im klaren sein: Heimweh kann den Aufenthalt im Ausland schwierig machen. Allerdings im Zeitalter von Skype und Co kann man auch immer wieder mit Freunden und Verwandten in Kontakt bleiben – das kann in solchen Momenten schon sehr hilfreich sein. „Andere Länder – andere Sitten“ dieser Spruch kommt nicht von ungefähr. Um keine böse Überraschung vor Ort zu erleben, solltet ihr euch auf jeden Fall über die die lokalen Sitten und Gepflogenheiten bis hin zu den Essgewohnheiten informieren. Und – sehr viele Foren verweisen darauf – ist man am Wunschort angekommen, ist es ganz wichtig wie ein „Chamäleon“ zu agieren, denn: um im Ausland zu bestehen, muss man flexibel sein und sich an Gegebenheiten anpassen. Flexibilität gehört zu den wichtigsten Must-Haves für den Schritt ins Ausland.

Beispiele von Menschen aus der Region

Schon viele Menschen aus dem Bezirk Braunau und Umgebung haben den Schritt gewagt und sind wegen der Arbeit oder der Ausbildung ins Ausland gegangen. Und viele davon haben unentbehrliche Erfahrungen gesammelt und hatten damit auch richtig Erfolg. Beispielsweise Stefan Nemetz. Er stammt aus Mauerkirchen, hat in Wien und Lissabon Betriebswirtschaft studiert und war in Portugal tätig, bevor er nach Brasilien ging. Seit 2005 ist er dort Assistent des österreichischen Wirtschaftsdelegierten der Wirtschaftskammer. In Schweden lebt Helene Svensson, geborene Stockenhuber. Sie ist in der Nähe von Ried aufgewachsen und hat lange in Afrika gelebt. Dort lernte sie ihren schwedischen Mann kennen und zog mit ihm in die schwedische Stadt Karlstad. Dort betreibt sie einen Schönheitssalon. Zwei Brüder aus Höhnhart sind erfolgreiche Manager in der Chemieindustrie auf zwei Kontinenten: Ingomar Kovar lebt und arbeitet in Michigan, USA, sein Bruder Dieter ist nach Stationen in Japan und Singapur nun in Südafrika gelandet, wo er für BASF eine Niederlassung für 50 Länder leitet. Als erster Österreicher wurde Bernhard Kotanko zum Partner von Oliver Wyman gewählt. Das größte Strategieberatungs-Unternehmen der Welt zählt internationale Versicherungsunternehmen zu seinen Kunden. Der 33-jährige Braunauer hat seinen Bürositz in Zürich, reist jedoch die meiste Zeit des Jahres um die Welt. Die Infos zu diesen Personen und noch mehr Beispiele von erfolgreichen Innviertlern im Ausland findet ihr auf der Website des Oberösterreichen Landes Upper Austrians Abroad.

Interessant fanden wir auch die Website rausvonzuhause.de – dort könnt ihr in Form von Videobeiträgen verschiedene „Wege ins Ausland“ kennenlernen

 

 

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