Gratis Bus und Bahn – wäre so etwas im Bezirk Braunau möglich?

Grüne Nachwuchspolitiker im Bezirk Braunau fordern einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie „gratis Bus und Bahn für alle“. Wäre so etwas in Zukunft bei uns im Bezirk wirklich möglich? Wir haben ein wenig für euch nachgelesen …

Tatsächlich wird schon sehr lange (an die 20 Jahre) über das  „Regionalverkehrskonzept Innviertel“, das den öffentlichen Verkehr für die BürgerInnen aus der Region attraktiver und kundenfreundlicher machen soll, gesprochen – seit 10 Jahren steckt es in der Planung. Vom Schülertransport bis zu den Pendlern, die täglich eine große Strecke zurücklegen, soll das Verkehrsangebot optimiert werden. Derzeit laufen die planerischen Arbeiten auf Hochtouren, die Daten aus den Bezirken werden erhoben. Derzeitiges Ziel ist es, das neue Konzept mit Dezember 2018/Anfang 2019 umzusetzen. Die Kosten für die vorgesehenen Änderungen im Linienbusbereich sollen sich laut Schätzungen auf rund 5,25 Millionen Euro belaufen – mit 15 Prozent werden die Gemeinden daran beteiligt sein.  Das Land übernimmt sozusagen zwei Drittel der entstehenden Kosten. Wer hier genauer nachlesen möchte, wie so ein Konzept auszusehen hat bzw. wie die wichtigsten Schritte dorthin aussehen, der sollte sich den Beitrag auf der Website des österreichischen Städtebund dazu ansehen.

Was bzw. wo wird ausgebaut?

Neben vielen Straßen- und Brückenprojekten, soll im Herbst 2018 die Inbetriebnahme des neuen Busterminals am Bahnhof Ried stattfinden. Das Regionale Verkehrskonzept sieht vor, dass alle Buslinien aus dem Bezirk den Bahnknoten bedienen und so zahlreiche Umstiegsmöglichkeiten entstehen. Dazu ist ein Busbahnhof mit Platz für bis elf Bussen nötig. Außerdem möchten der Infrastrukturlandesrat der die Mattigtalbahn und die Hausruckbahn modernisieren.

Gratis Bus und Bahn noch Zukunftsmusik

Bei allem was wir dazu gelesen haben: zurzeit gibt es noch keine Planung bzgl.  „gratis Fahren“ – das scheint in nächster Zeit doch noch Zukunftsmusik zu sein. Für die jungen Grünen ist es eine Forderung, die aber möglich sei, da nur rund ein Drittel des öffentlichen Verkehrs momentan aus Ticketeinnahmen bezahlt würde.  Ihrer Ansicht nach wird Verkehrspolitik zur Zeit noch immer in erster Linie für Autos gemacht, obwohl sie der Klimakiller Nummer eins sind. Sie verschmutzen den Ort und bringen eine enorme Lärmbelastung mit sich. Sie setzen sich daher im Rahmen ihrer Aktionswochen „Frei leben – Frei fahren” österreichweit für eine Rundumwende in der Verkehrspolitik ein. Bezogen auf ihre Aussage, was die Finanzierung von gratis Fahrten anbelangt, haben wir bei unserer Recherche leider keine zuverlässige Quelle gefunden die diese Aussage stützt.

Welche Forderungen die Aktion „Frei leben – Frei fahren“ genau beinhaltet, kann man in diesem Video sehen – für den Bezirk Braunau wurde noch kein Video gemacht – aber für das Burgenland …

Wir finden prinzipiell die Forderung nach einem intelligenten Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine gute Idee – denn sicheres Heimkommen mit Nachtbussen oder Schiene, gute Anbindungen auch am Wochenende und dichtere Intervalle ermöglichen nicht nur Selbstbestimmung, sondern bedeuten auch Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Was das gratis Fahren mit den Öffis anbelangt: Nun, es wäre sicher vor allem toll, für jüngere und ältere Menschen aus dem Bezirk – allerdings zweifeln wir da etwas an der baldigen Umsetzbarkeit – bis zur Planung der Ausweitung der Infrastruktur hat es ja auch schon ein Weilchen gedauert – wir denken da heißt es noch abwarten …

 

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