Hochwasser, Stromausfall & Co. – Notfalltasche und Krisenvorsorge

Schon mal an Krisenvorsorge gedacht? Etwa: Was nimmst du mit, wenn du innerhalb weniger Minuten deine Wohnung verlassen musst? Was nimmst du mit, wenn alles was du zurücklässt, zerstört werden wird. Von Hochwasser und Schlamm? Was nimmst du mit?

Als mir vor ein paar Monaten diese auffällige Tasche geschenkt wurde, mit Tipps zur Sicherheit und was man zur Vorsorge bei einer Krise machen kann, dachte ich nicht, dass ich mich hier im Bezirk Braunau jemals ernsthaft damit beschäftigen würde müssen. Krisenvorsorge im sicheren Innviertel? So kann man sich irren. Wir erinnern uns, Anfang Juni: Weng stand unter Wasser. Im ganzen Bezirk waren Straßen teils nicht mehr passierbar. Bäche traten über die Ufer. Muren gingen ab. Erdreich und Kanalisation konnten die Wassermassen nicht mehr fassen. Und wenn man sich ansieht was das Hochwasser gleich über die Grenze in Simbach angerichtet hat und dass es so schnell über die Stadt hereinbrach, dass es sogar Menschenleben forderte, da kommt man ins Grübeln.

Bvorratungstasche mit Tipps zur Sicherheit und NotfalltelefonnummernWas kommt in die Notfalltasche?

Dieses Mal hatte ich Glück. Aber was ist beim nächsten Mal? Und die Frage stellt sich ja nicht nur bei Hochwasser. Bei einem Feuer muss es noch schneller gehen. Gas-Leck, Tornado, Erdbeben, … (weiß man’s?) Was nimmst du mit wenn du nur die Zeit für einen Griff hättest? Wäre es nicht sinnvoll im Falle einer Evakuierung eine Tasche schon griffbereit zu haben, die alle relevanten Dinge beinhaltet? Und was würde ich da reinpacken? Wichtige Dokumente und Urkunden? Ausweise? Zeugnisse? Bargeld? Persönliche Wertgegenstände? Fotos?

Krisenvorsorge für den Blackout

Zugegeben, die Tasche im Bild würde ich dafür vielleicht nicht nehmen. Aber sie hat mich auf den Gedanken gebracht. Und noch mehr. Die Zivilschutz-Bevorratungstasche empfiehlt mir auch Notfallvorräte anzulegen, etwa für den Fall eines Blackouts, also eines totalen Stromausfalls. Man will ja nicht an so was denken aber unlängst hat die deutsche Regierung ihren Bürgern sogar empfohlen sich einen Notvorrat anzulegen. Panikmache? Vielleicht. Aber was kann es schaden?

Vorräte anlegenBevorratungstasche mit Tipps zur Sicherheit und Krisenvorsorge seitlich

Wasservorräte sind enorm wichtig. Pro Person etwa 3 Liter pro Tag sollten für den Notfall reichen, also ca. 21 Liter stilles Mineralwasser pro Woche. Zum Trinken, Kochen und die nötigste Körperpflege. Bei einem totalen Stromausfall wäre früher oder später wohl auch die Versorgung mit Leitungswasser betroffen.

Was Nahrung angeht empfiehlt mir die Tasche Produkte mit einer Haltbarkeit von mindestens einem Jahr anzulegen. Das wären dann wohl vorwiegend Dosen oder trockene Lebensmittel wie Reis und Nudeln. Die Lebensmittelvorräte sollten für mindestens eine Woche pro Person reichen. Und dabei soll man auch auf spezielle Bedürfnisse achten, z.B. Baby-, Allergiker- oder Diabetikernahrung.

Spiritus- oder Gaskocher und zusätzliche Vorräte wie Hygieneartikel, Medikamente, Verbandmaterial, Batterien und Leuchtmittel, eventuell Radios und Lampen mit Kurbelantrieb können auch nicht schaden.

Mehr Tipps (zur Tasche und zum Thema Krisenvorsorge) gibt’s auf der Seite des OÖ Zivilschutz.

Lieber vorsorgen als mich sorgen

Ganz ehrlich? Außer zwei Flaschen Mineralwasser, Nudeln und ein paar Dosen mit Bohnen, habe ich nichts im Haus was auf Krisenvorsorge hindeuten könnte. Derzeit. Ich glaub ich geh dann mal einkaufen. Ganz ohne Panik. Einfach nur so. Und das mit der Notfalltasche mit wichtigen Dokumenten werde ich wohl auch in Angriff nehmen. Mein Gefühl sagt mir, es wird nichts Schlimmes passieren. Ist aber so ähnlich wie mit dem Regenschirm im Auto. Ist besser ich habe ihn dabei auch wenn es nicht regnet als andersrum.

 

 

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