Musik liegt in der Luft …

Rund 96% der Jugendlichen aus Oberösterreich nutzen ihre Freizeit – neben den gesellschaftliche Aktivitäten – zur Entspannung: Hoch im Kurs stehen dabei „passive“ Freizeitbeschäftigungen wie gründlich ausschlafen, fernsehen und Musik hören – das hat die Jugendstudie aus dem Jahr 2014 ergeben (http://jugendarbeit.ooe-jugend.at/infos/jugendstudien.html)

In der Freizeit „Musik hören“ steht beim Ranking sogar ziemlich weit oben – im ersten Moment vielleicht ein bisschen überraschend, denn wir leben ja eigentlich in einer Zeit der Bilder. Screens beherrschen unseren Alltag. In den Büros, auf Bahnhöfen, in Schulen und Universitäten, in Arztpraxen, in Kaffeehäusern, in den eigenen vier Wänden, überall flimmern Bilder über Bildschirme unterschiedlichster Größe. Und sicher kennt ihr das auch bei euch selbst: Die größten Teile eurer Freizeit, aber auch eurer Lehr- und Lernzeit verbringt ihr in Konfrontation mit der Bilderwelt der Bildschirme. Egal ob gelernt, gespielt, gechattet, geskypt oder gesimst wird, immer sind Bilder irgendwie im Spiel. Und auch euer eigenes Selbst wird ja irgendwie zum Bild, das ihr immer häufiger und intensiver betrachtet, um es dann bearbeiten und gestalten zu können – mit Modeartikeln, Kosmetikpräparaten, Piercings und Tattoos. Welche Rolle kommt nun in der Zeit der Bilder dem Hören und dem Hör-Sinn zu? Im Gegensatz zu den Bildern, dem Sichtbaren, das in der Zeit verharrt, sind Töne flüchtige Erscheinungen, so schnell sie kommen, so schnell sind sie auch wieder verschwunden.

Bereits  der griechische Philosoph Platon wusste um die magische Kraft der Musik, die in der Lage ist, die Menschen vor allem emotional zu bewegen. Er hielt die Musik sogar für gefährlich, weil sie so tief in unsere Seele eindringt. Der Soziologe Pierre Bourdieu hat auf die besondere Klassifikationsfähigkeit von Musik in der Gesellschaft hingewiesen. Wie keine andere Kunstform kann Musik durch ihren ästhetischen Code die Zugehörigkeit zu bestimmten sozialen Gruppen auf der Bühne des alltäglichen Lebens zum Ausdruck bringen. Das bedeutet in einfachen Worten gesagt: die verschiedenen Musikrichtungen, sei es Pop, Rock, House etc. transportieren nicht nur die Musik an sich, sondern man fühlt sich durch sie einer gewissen Gruppe zugehörig. Denkt mal an die Gothics, an die Punks, oder die Raver. Musik – ganz egal in welche Richtung sie gehen mag –  hat also auch eine wichtige Funktion für die Identitätsbildung. Vorbilder für mögliche Identitätskonzepte liefern die KünstlerInnen und InterpretInnen – es gibt sicher für euch immer mal wieder Sänger oder Sängerinnen, Musiker oder Musikerinnen die ihr ganz toll findet, weil sie ausgeflippt angezogen sind, wie zum Beispiel Lady Gaga, oder wahnsinnig schnell rappen können wie Eminem oder Texta. Und wer hat da nicht schon mal gedacht „Hach, wenn ich doch auch nur so toll singen könnte …!“ Und das ist überhaupt keine Schande – im Gegenteil – Vorbilder sind wichtig und richtig!

Aber vielleicht hört ihr nicht nur gerne Musik, wie rund 96% der Jugendlichen aus eurem Bundesland, sondern macht sogar Musik! Ihr seid selbst kreativ und bastelt gerade an euren eigenen Stil – eine tolle Sache! Noch ein Tipp, solltest ihr nach einer Band in eurer Gegend suchen, wo ihr mitspielen könnt, oder ihr habt schon eine Band und euch fehlt nur noch ein weiteres Bandmitglied dazu – dann guckt mal nach unter http://www.bandsuche.at/  vielleicht werdet ihr da fündig :-)!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

www.bandsuche.at

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